Austauschfahrt nach York, England

10.-18. September 2019

Wie in jedem Jahr waren wir, Schüler und Schülerinnen aus den achten Klassen, im September mit Frau Kannenberg und Frau Baudhuin eine Woche in York, einer geschichtsträchtigen Stadt nördlich von Leeds. In welcher Stadt steht schon ein großes gotisches Münster auf einem römischen Lager und wo stößt man beim Bau einer Einkaufspassage auf eine Wikingersiedlung von der Güte von Haithabu? In York!

Da die Fährverbindung von Dänemark aus nach England leider eingestellt wurde, sind wir von Hamburg nach Manchester geflogen, wo uns ein Bus abholte und uns nach York brachte. Die Aufregung war fast unerträglich, als wir dort von unseren Gastfamilien abgeholt wurden, die wir nur von Emails oder Telefonaten kannten. Die ersten Stunden in der fremden Familie waren ein Abenteuer, von dem am nächsten Tag alle aufgeregt berichteten. Während unsere PartnerInnen in den Unterricht gingen, erkundeten wir die Altstadt: ein eindrucksvolles Münster, mittelalterliche Mauern, Fachwerkhäuser und kleine Gassen, die an die Winkelgasse in Harry Potter erinnern. Apropos Harry Potter: In der Joseph Rowntree School tragen nicht nur alle Schuluniform, sondern gehören auch vier verschiedenen Häusern an. Die Zugehörigkeit ist an der Farbe der Krawatten zu erkennen.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am zweiten Tag von Robin Hood‘s Bay nach Whitby, es war eine anstrengende, aber spektakuläre Tour entlang der Steilküste. Mit qualmenden Füßen erreichten wir die von weitem sichtbaren Ruinen der Abtei von Whitby und zählten die 199 Stufen, bevor wir uns im quirligen Fischerort in Kleingruppen umschauen durften.

Den Freitag verbrachten wir von 8:45 Uhr bis 15:10 Uhr mit unseren AustauschpartnerInnen in der Schule: „anders“, „langweilig“, „streng“, „lustig“; Sitzordnung alphabetisch und Drannehmen nach Lotteriespiel statt nach Melden eher „gewöhnungsbedürftig“...

Am Abend trafen sich viele von uns im Jumphouse, letzte Gelegenheit, mit den anderen zusammen zu sein, bevor es ins Wochenende ging. Das stand vielen von uns etwas bevor: Die Aussicht, zwei Tage auf sich gestellt zu sein, nur Englisch sprechend in einer Familie, die man gerade mal drei Tage kennt, machte uns nervös. Doch letztendlich war es gar nicht so schlimm. Wir haben so viel erlebt. Die Familien machten sich viel Mühe!

Am Montag unternahmen wir als besonderes Highlight einen Tagesausflug nach Edinburgh. Die zweistündige Zugfahrt hat sich sehr gelohnt. Bei bestem Wetter liefen wir durch die Altstadt, warfen einen Blick auf das Castle und durchstreiften das National Museum of Scotland, das uns derart überraschte, dass es zunächst schwierig war, als Gruppe zusammenzubleiben, um die Aussichtsterrasse zu erreichen, da ständig jemand irgendwo „hängenblieb“!

Dienstag – unser letzter Tag! Neben der Besichtigung der nachgebauten Wikingersiedlung (Jorvik) und des Castle Museums, in dem wir vieles ausprobieren durften, letzte Gelegenheit zum Shoppen und besorgen von Mitbringseln.

Mittwoch – Abreise, bei vielen hieß das: tränenreicher Abschied von unseren inzwischen vertraut gewordenen Partner*innen. Gut, dass wir im Juni Gastgeber sein werden und uns wiedersehen!

 

Über die allgemeinen Kriterien hinaus bemühen wir uns darum, dass das Profil (Alter, Hobbys, Haustiere u.ä.) zum Profil des englischen Kindes passt. Im Verhältnis zur Bewerberdichte werden die Plätze nach Möglichkeit auf alle Parallelklassen verteilt.

 

Ansprechpartnerinnen: Frau Baudhuin und Frau Kannenberg