A- und B-Wochen

Eine wichtige Konsequenz für die Stundenplanung, bedingt durch die Einführung des 60‘-Taktes, ist die Notwendigkeit, A- und B-Wochen zu entwerfen. Im Grundsatz bedeutet dies, dass einzelne Fächer in den Wochen unterschiedliche Stundeneinheiten haben und entsprechend unterrichtet werden. Die Anzahl der Stunden eines Faches wird dabei durch die Kontingentstundentafel bestimmt und auf 60‘-Takte umgerechnet. Die Gesamtstundenzahl der SchülerInnen bleibt in der Regel in den A und B Wochen konstant, damit Frei- und Lernzeiten außerhalb der Schule stabil geplant werden können.

 

Entwicklung des 60‘-Modells an der Hebbelschule

Schon vor dem Ende des Jahres 2011 wurde in der Hebbelschule das Thema Rhythmisierung − Entschleunigung und Erleichterung des Schulalltages − vor allem vor dem Hintergrund der G8-Diskussionen, von einigen Beteiligten diskutiert. 
Im April des Jahres 2012 beauftragte die Schulkonferenz eine mit Schülern, Eltern und Lehrern besetzte Steuerungsgruppe, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob ein 60-Minuten-Modell für unsere Schule geeignet erscheint.
 Nachdem diese Gruppe zu einem deutlich positiven Ergebnis gekommen war, begann die Phase, in der alle an der Schule beteiligten − Schüler, Eltern und Lehrer − über das Vorhaben, den 60-Minuten-Takt an der Hebbelschule einzuführen, informiert wurden und konstruktiv am weiteren Meinungsbildungsprozess mitwirken konnten. Dabei wurde deutlich, dass die Mehrheit der Mitglieder der Schulgemeinschaft  kompakten Stundenplänen den Vorzug bei  Verzicht auf eine Einteilung in Kurz- und Langtage gibt. Ausgestattet mit einem breiten und fundierten Meinungsbild konnten die Gremien der Schule dann in die entscheidende Schulkonferenz gehen.
Die Deutlichkeit, mit der der Antrag auf Einführung des 60-Minuten-Takts in der Schulkonferenz angenommen wurde, hat uns allen nun die Möglichkeit gegeben, die Probephase im laufenden und im kommenden Schuljahr mit viel Engagement anzugehen.