Latein

Latein ist Grundlagensprache vieler europäischer Sprachen. Diese sind leichter zu erlernen, wenn man vorher Kenntnisse in der „Mutter“sprache Latein erworben hat und zugleich die Fähigkeit schult, Verwandtschaften zwischen diesen Sprachen zu erkennen, wodurch ein vertieftes Verständnis für Sprache überhaupt entsteht. Gleichzeitig wird im Lateinunterricht ein sorgfältiger und nuancenreicher Umgang mit der eigenen Muttersprache geübt.

Schon im Anfangsunterricht führt die grammatische Arbeit zum genauen Nachdenken über Sprache. Der Jugendliche gewinnt ein Bewusstsein vom inneren Aufbau einer Sprache und fördert sein Denken innerhalb eines sprachlichen Systems.

In den Texten begegnen den Schülerinnen und Schülern Grundfragen menschlicher Existenz im Bereich der Politik, des Rechts, der Philosophie, der Mythologie und Religion. Durch den Umgang mit derartigen Texten lernen die Schülerinnen und Schüler, sich und ihre Position in der Welt genauer zu bestimmen. Durch den Vergleich mit der Gegenwart setzen sie sich mit vertrauten Werten und Gewohnheiten auseinander und beziehen Stellung gegenüber fremden, gelegentlich sogar befremdlichen Ideen.
Durch das im Lateinunterricht erworbene geschichtliche Bewusstsein wird die Fähigkeit gefördert, den Eigenwert und die Bedeutung fremder Kulturen zu verstehen und zu tolerieren.

Nach wie vor sind in vielen Studiengängen Qualifikationen in der lateinischen Sprache eine notwendige Studienvoraussetzung; an der Hebbelschule werden der Erwerb von Kleinem Latinum, Latinum und Großem Latinum angeboten.

Angebote und Aktivitäten

Besuche von Museen und Ausstellungen, eine "Römerfahrt" nach Köln, Xanten und Kalkriese sowie Studienfahrten nach Italien, Griechenland und Spanien ergänzen das Programm. Hebbelschüler nehmen auch an Sprachwettbewerben wie dem „Certamen Cimbricum“ sowie dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen teil.