Lernen in der Distanz

Den Leitfaden für ein mögliches Lernen in der Distanz an der Hebbelschule entnehmen Sie bitte diesem Papier.

 

Bericht IQSH „Lernen in der Distanz“

Bericht zum Themenfeedback "Corona" für die Hebbelschule, Gymnasium der Stadt Kiel (Auszug)
 
Wohlfühlen während des „Lernens in der Distanz“
Über 80 % der Schülerinnen und Schüler gaben an, dass sie sich beim Lernen zu Hause wohlgefühlt hätten. Fast genauso viele von ihnen meldeten zurück, dass ihnen das Lernen in der Distanz leichtgefallen sei, auch wenn die meisten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sowie teilweise ihre Lehrkräfte vermisst hätten. Die Eltern waren eher geteilter Ansicht, ob sich ihr Kind wohlgefühlt habe. Etwas mehr als die Hälfte meldete zurück, dass sie den Eindruck hatten, ihrem Kind sei das Lernen zu Hause leichtgefallen. Die Eltern vermuteten ebenfalls, ihr Kind hätte die Schule vermisst.

Organisation des „Lernens in der Distanz“
Rund Dreiviertel der Schülerinnen und Schüler fühlten sich in der Lage, die von den Lehrkräften gestellten Aufgaben allein erledigen können. Dagegen waren die Eltern geteilter Ansicht darüber, ob ihr Kind familiäre Unterstützung bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben benötigte. Für die Verteilung der Aufgaben wurden unterschiedliche Wege genutzt. Auf digitalem Wege hat vor allem ein Austausch über Plattformen wie IServ sowie per Email stattgefunden. Auch Webinare/ Videokonferenzen sind teilweise durchgeführt worden. Fast alle Eltern und ihre Kinder gaben an, in der Regel über ausreichend technische Ausstattung dafür zu verfügen.

Herausforderungen während des „Lernens in der Distanz“
Gut 40 % der Eltern haben sich durch die schulischen Anforderungen höher belastet gefühlt. Die Hälfte von ihnen meldete zurück, sich in der Zeit des Lernens in der Distanzals Hilfslehrkraft gefühlt zu haben. Auch die Hälfte der Lernenden gab an, im Vergleich zu m Regelbetrieb mehr Zeit für die gestellten Aufgaben benötigt zu haben. Laut Angaben der Schülerinnen und Schüler sei ein Großteil der Lehrkräfte für sie da gewesen und hätte sich auch oft bei ihnen gemeldet. Die Eltern bestätigten diesen Eindruck nur zu etwas mehr als einem Drittel. Insgesamt sind die Eltern (mit über 67 %) der Ansicht, dass die Schule gute Maßnahmen ergriffen habe, das Lernen in der Distanz zu organisieren.

Andere Bereiche

Kommunikation
Während die Schülerinnen und Schüler zu etwas mehr als der Hälfte angaben, regelmäßig Rückmeldung zu den bearbeiteten Aufgaben von den Lehrkräften erhalten zu haben, stimmten dem etwas weniger Eltern zu. Seitens der Schülerinnen und Schülern wird den Klassenlehrkräften eine hohe Erreichbarkeit bescheinigt. Dies bestätigen die Eltern, sofern sie davon Kenntnis bekommen hatten.

Erfahrungen mit der ersten Präsenzphase
Den meisten Eltern habe die schrittweise Öffnung der Schule Erleichterung gebracht. Nicht zu wissen, wann der Regelbetrieb wieder beginnt, belastete viele von ihnen. Die Schülerinnen und Schüler berichteten, dass in der Zeit der Wiedereröffnung der Wechsel von Unterricht in der Schule und zu Hause sowie die Umsetzung der Hygienebestimmungen eine Herausforderung darstellten. Auch, sich insbesondere in den Pausen an die strengen Regeln zu halten, habe sie beschäftigt.

Erkenntnisse aus den Freitextantworten
In den Freitextantworten erwähnten die Schülerinnen und Schüler, dass sie teilweise die häusliche Ruhe genossen hätten, weil sie sich so besser als in der Schule auf ihre Aufgaben konzentrieren konnten. Auch die Möglichkeiten, sich den Tag selbstständig zu strukturieren und im eigenen Tempo arbeiten zu können, wurden positiv hervorhoben. Einige der Lernenden hätten sich mehr Videokonferenzen und persönliche Rückmeldungen zu den bearbeiteten Aufgaben von den Lehrkräften erhofft. Diesen Wunsch bekräftigen auch viele Eltern. Was den Umfang der Aufgaben angeht, gab es unterschiedliche Rückmeldungen: teilweise hatten die Schülerinnen und Schüler das Gefühl, zu viele Aufträge bearbeiten zu müssen , ausnahmsweise wurde auch zurückgemeldet, dass der Umfang zu gering oder im zeitlichen Verlauf ungleichmäßig gewesen sei. Eine Einigung auf die gleiche Art der Aufgabenübermittlung und vermehrte Absprachen unter den Lehrkräften zur Aufgabenfülle wurden als wünschenswert angemerkt. Die Eltern lobten die Verwendung von IServ als Austauschplattform. Sie unterstrichen das Engagement aller Beteiligten in dieser besonderen Situation. Insbesondere der gute Kontakt zu den Klassenlehrkräften wurde mehrfach erwähnt, aber auch, dass ihre Kinder selbstständig gearbeitet hätten und untereinander im Austausch standen. Die Eltern empfehlen ebenfalls mehr Absprachen unter den Lehrkräften hinsichtlich einer gemeinsamen Vorgehensweise bei der Aufgabenstellung sowie deren Umfang, der Häufigkeit an Online- Unterrichtsformaten und der Rückmeldungen an die Schülerinnen und Schüler.
 
Den gesamten Bericht finden Sie hier.