Orientierungsstufe

     Willkommen in der Orientierungsstufe der Hebbelschule

  „Die Schule sei keine Tretmühle, sondern ein heiterer Tummelplatz des Geistes.

(Johannes Amos Comenius)  

Entdeckerfreude entfachen, zu Selbstständigkeit und Mitmenschlichkeit erziehen in einer freundlichen, lebensnahen Schule. Diese pädagogischen Ziele hat schon Johannes Amos Comenius gesetzt. Noch heute ist Comenius Namensgeber für das „europäische Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen“. Seine Haltung beschreibt treffend unser pädagogisches Leitmotiv.

Als lebendige Schulgemeinschaft arbeiten Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern gemeinsam an der Weiterentwicklung unserer Schule, zum Beispiel im Rahmen von Schulentwicklungstagen.

Ganz im Sinne von Comenius gehen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern in europabezogenen Aktivitäten und Projekten, die in den Unterricht und das Schulleben integriert sind, auf Entdeckungsreise. Alle Klassenräume tragen Namen europäischer Länder. So ziehen im Laufe des Schullebens unsere Schülerinnen und Schüler von den unmittelbaren Nachbarländern in weitere Klassen mit anderen Ländernamen und erwerben Basiswissen über die europäische Union, ihre Partner, ihre Menschen und deren Traditionen. Durch die Begegnung mit dem europäischen Umfeld befassen sich unsere Schülerinnen und Schüler mit den eigenen Wurzeln und lernen gleichzeitig, Anderssein zu verstehen und wertzuschätzen. Sprachenlernen wird durch Kontakte lebendig, zum Beispiel wenn ein Student im Unterricht als Minibotschafter sein Land vorstellt, oder Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer einander bei den Austauschprogrammen besuchen. Dabei ist viel Wissen zu erwerben, das auch im späteren Beruf wertvoll ist.

Nach vier Jahren Grundschule beginnt für Sextanerinnen und Sextaner nun eine Zeit der Orientierung. Einigen von unseren zukünftigen Sextanerinnen und Sextanern sind wir ja schon bei einem Besuch in der Grundschule begegnet. Zwei Jahre lang, bis zu Ende der Quinta, haben nun alle Sextanerinnen und Sextaner Zeit zu prüfen, ob der eingeschlagene schulische Weg wirklich zu ihnen passt. Dabei begleiten wir Lehrerinnen und Lehrern sie gern gemeinsam mit den Eltern.

Für Sie, liebe Eltern, ist der zweite Schulanfang Ihres Kindes ebenfalls eine wichtige Zeit mit vielen Fragen. Wir, die Klassenleitungsteams, sowie ich als Leiterin der Orientierungsstufe werden nun als Ansprechpartner in hoffentlich regem Austausch mit Ihnen stehen. Wir wünschen uns eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen, damit Ihr Kind auf seinem Weg die beste Begleitung erfährt.

          Katharina Appel      

Rahmenbedingungen und Konzept

 

 

Als dreizügige Schule mit europäischer Orientierung nutzen wir unsere Chance: Europabezogene Aktivitäten vermitteln das oben erwähnte Basiswissen über die EU. Dabei entwickeln Schülerinnen und Schüler Selbstbewusstsein, Offenheit und soziale Kompetenz. Austauschprogramme, länderübergreifende Arbeiten in Projekten und schließlich die Wirtschaftspraktika der Oberstufe schulen die Fähigkeit, sich in anderen Ländern frei zu bewegen und sich auf unbekannte Situationen einzustellen.

Diese erste Zeit mit vielen Entwicklungsschritten und Veränderungen gestalten wir für unsere Schülerinnen und Schüler so entspannt wie möglich. Freundschaften und Fahrgemeinschaften aus der Grundschule werden natürlich bei der Zusammensetzung der neuen Klassen berücksichtigt. Zu den Grundschulen pflegen wir guten Kontakt mit gegenseitigen Besuchen.

Die Leitung der Klassen wird in Teamarbeit gestaltet, wenn möglich von einer Lehrerin und einem Lehrer gemeinsam, die beide „Lions-Quest geschult“ sind. „Lions-Quest“ will die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern begleiten und verfolgt das Ziel, Selbstvertrauen, Gemeinschaftsgefühls und soziale Kompetenz zu stärken sowie die Bereitschaft, in einer Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.

Unsere Schulsozialarbeiter, Oliver Heitmann und Nina Faber, bieten verschiedene Übungsmöglichkeiten zu diesen Themen an und kümmern sich um unterschiedliche Bereiche der Prävention. Herr Heitmann hat sich zum Beispiel auf den Umgang mit sozialen Netzwerken spezialisiert. Er gibt sein Wissen sowohl an Schüler als auch an Eltern weiter. Bei Bedarf helfen die Schulsozialarbeiter ganz gezielt, die Klassengemeinschaft oder auch einzelne Schüler zu stärken.

In regelmäßigen Sprechstunden und nach Vereinbarung stehen beide sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Ihnen, liebe Eltern, gern beratend zur Seite, wenn sie einen neutralen Gesprächspartner wünschen, ganz unabhängig von Unterricht und Schule. Alles, was hier besprochen wird, ist streng vertraulich und wird nicht an andere weitergegeben, auch nicht an uns Lehrerinnen und Lehrer.

Patenschülerinnen und -schüler aus den 8. Klassen bis zum 11. Jahrgang betreuen von Anfang an ihre jüngsten Mitschülerinnen und Mitschüler und unterstützen das Einleben in den neuen Schulalltag. Sie sind da, wenn ein Kind ein Spielzeug ausleihen möchte, wenn es einen Raum sucht, aus einem Streit nicht herausfindet oder sich allein fühlt. Sie begleiten nicht nur die ersten Tage an der neuen Schule, sondern sind während der ganzen Orientierungsstufe stets Ansprechpartner für alle Fragen. Manch einer hat einem Sextaner schon gezeigt, wie er seinen Ranzen richtig packt...

Klassenübergreifenden Aktivitäten wie Ausflüge zu bestimmten Themen oder europäische Aktivitäten wie die Weihnachtsfeier der Sexten und Quinten sind eine gute Gelegenheit, die anderen Kinder aus dem Jahrgang kennen und aufeinander zu achten zu lernen. Bei der Zusammensetzung der neuen Klassen in der Quarta ist der Sprung dann nicht mehr ganz so groß wie erwartet.

 

 

Schon in der Quinta bietet Frau Wahlbrink-Herrmann den ersten Austausch an. Mit etwa 20 Schülerinnen und Schülern besucht sie unsere Partnerschule in Helsinki, Finnland. Die Teilnahme ist freiwillig. Bei solchen Auslandsaufenthalten in geschütztem Rahmen machen die Kinder wertvolle Erfahrungen. Sie lernen früh, sich im anderen Land sicher zu bewegen und entwickeln Mut, später weitere Austausche zu wagen.

Der erste Austausch : Finnland

 

Organisation des Schultages

Seit Beginn des Schuljahres 2013/2014 hat eine Schulstunde bei uns 60 Minuten. Diese Veränderung bringt deutlich Ruhe und Entlastung in den Vormittag und auch unsere Jüngsten kommen mit einer vollen Stunde Unterricht in der Regel gut zurecht. Bei meistens vier, maximal fünf Fächern/Lerneinheiten pro Tag wird der Ranzen leichter. In den Stunden selbst ist mehr Zeit für Übungsphasen, allein das längere Verweilen bei einem Thema bzw. führt zu entspanntem Lernen, um nur zwei Vorteile zu nennen. Weitere Erläuterungen zu dieser Zeitstruktur finden sie hier: 60 Minuten

Der Schultag beginnt um 7.45 Uhr, die Busverbindungen sind darauf eingestellt und werden in enger Zusammenarbeit mit der KVG stets optimiert.

In der Mittagspause stehen in unserer Mensa drei Gerichte, darunter ein vegetarisches, zur Auswahl. Während des Vormittags sind zusätzlich kleine Snacks und Getränke etc. im Angebot, das von unserem Projekt „Gesunde Schule“ mit „Frischem“ und von Zeit zu Zeit mit besonderen Aktionen bereichert wird.      

Nach dem Unterricht ist im Raum der  Offenen Ganztagsschule von Montag bis Freitag von 12.20 bis 15 Uhr für eine Betreuung gesorgt. Hausaufgaben, Spielen, Lesen sind hier an der Tagesordnung. Eine Hausaufgabenhilfe durch Oberstufenschüler, die Förderung für Legasthenie, Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund durch Fachlehrer (DAZ) sowie die Forschergruppe für besonders begabte Kinder fangen auch in diesen Zeitraum an. Das umfangreiche Angebot von AGs dieses Jahres finden Sie mit einem Klick.

 

 

Die ersten Tage an der Hebbelschule

- für Schülerinnen und Schüler -

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

die beiden ersten Tage an unserer Schule gehören Euch und Euren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern. Beim Kennenlernen und Einleben  helfen auch die Patinnen und Paten mit. An sie könnt Ihr Euch in allerlei Situationen wenden, zum Beispiel, wenn Ihr einen Raum oder den Vertretungsplan nicht mehr findet, wenn Ihr Kummer habt oder wenn Ihr einfach spielen möchtet. Sie kommen in der ersten Zeit in einigen Pausen zu Euch.

Am dritten Schultag beginnt der gültige Stundenplan des ersten Quartals. Nun lernt Ihr die Lehrerinnen und Lehrer der einzelnen Fächer kennen.

Gleich zu Beginn erklären Eure Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Euch den Umgang mit unserem Schulplaner. Dieser Planer hilft Euch beim Organisieren des Schulalltags: Stundenpläne, Hausaufgaben, Klassenarbeiten, Ferientagen und anderen wichtigen Termine werden hier notiert. Eure Eltern finden im Planer Seiten für Entschuldigungen, falls Ihr einmal krank seid, und für kurze Mitteilungen an die Lehrer. Wir sind froh über diesen Planer, denn er bietet uns allen einen schnellen Weg, miteinander in Kontakt zu treten und Informationen auszutauschen: Euch, Euren Eltern und uns Lehrerinnen und Lehrern.

Die Klassenräume unserer Schule tragen Namen europäischer Länder. Ihr „zieht“ also jedes Jahr Eurer Schulzeit in ein neues Land, das es zu entdecken gilt. Ihr sammelt Informationen über das Leben dort, über Feste und Bräuche, Menschen und Besonderheiten und gestaltet Euren Raum gemeinsam. Häufig hat eine Mitschülerin oder ein Mitschüler Verwandte, Freunde oder Bekannte, die mit einem der Länder in engem Kontakt stehen, das macht diese Arbeit dann noch lebendiger.  

Für Schulbücher und andere Materialien könnt Ihr in einem Regal der Klasse eure persönliche Aufbewahrungsbox einrichten. So müsst Ihr die schweren Bücher nicht jeden Tag hin-und hertragen und schont Euren Rücken und die gute Laune!

 

 

Wenn Ihr euch ein wenig eingelebt habt, gibt es nach den allerersten Wochen in Schloss Noer oder in der Jugendherberge Westensee die beliebte Sextanerübernachtung: anderthalb Tage verbringt Ihr dort mit den Klassenleitungen, der SV (Schülervertretung), Patenschülerinnen und -schülern und den Schulsozialarbeitern. Auf jeden Fall erlebt ihr jede Menge Spaß bei unterschiedlichen Aktivitäten und lernt alle Schülerinnen und Schüler der 5.KLassen, und nebenbei auch Eure Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen. Manche unserer Neuen meinen, dies sei das schönste Erlebnis des ersten Schuljahres an der Hebbelschule für sie.

Um Euch ein eigenes Bild von unserer Schule zu machen, kommt einfach einmal vorbei und schnuppert Hebbelluft - spätestens zu den Informationsveranstaltungen. Sprecht mit unseren Schülerinnen und Schülern oder mit uns Lehrerinnen und Lehrern, und findet so heraus, ob Euer Platz an dieser Schule sein kann.

Wir freuen uns auf Euch,

Katharina Appel

Leiterin der Orientierungsstufe

Anmeldung für zukünftige Sextanerinnen und Sextaner